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Vom 2. bis 4. 6. 2011 veranstaltete der Deutsche Anwaltverein (DAV) in Strasbourg den 62. Deutschen Anwaltstag. Der Deutsche Steuerberaterverband (DStV) war dort durch seinen Präsidenten, seinen Hauptgeschäftsführer und seinen Geschäftsführer RA Wolfgang Strothe vertreten.
Der Kongress stand unter dem Motto „Anwälte in Europa – Partner ohne Grenzen“, und an ihm nahmen neben einer großen Zahl deutscher Anwälte und Anwältinnen auch zahlreiche französische, insbesondere elsässische Berufskollegen und Berufskolleginnen teil.
In seiner Begrüßungsansprache ging DAV-Präsident RA Professor Dr. Wolfgang Ewer auf die Bedeutung Strasbourgs als Sitz des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sowie des Europarats und des Europa-Parlaments ein. Nicht zu Unrecht trage Strasbourg die Bezeichnung „Stadt der Menschenrechte“. Auch der französische Justizminister Michel Mercier und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger würdigten die Tatsache, dass sich an einem so bedeutenden Ort eine so große Zahl von Berufskollegen aus unterschiedlichen Ländern zum Dialog und kritischen Diskurs zusammenfanden. Dass die jahrhundertelange Spannungen zwischen Frankreich und Deutschland einer tiefen Freundschaft gewichen sind, bezeichneten sie als eine bedeutende Errungenschaft der europäischen Geschichte und der Europäischen Gemeinschaften.
Den Festvortrag zum Thema „Europa zwischen Angst und Recht“ hielt Daniel Cohn-Bendit, Mitglied des Europäischen Parlaments. Er spannte darin einen weiten Bogen, sowohl historisch als auch geografisch, und stellte sehr anschaulich die Herausforderungen und Chancen eines geeinten Europas dar.
Während der Eröffnungsveranstaltung wurden auch politische Akzente gesetzt: so sei z.B. eine Stärkung der Unschuldsvermutung auch gegenüber der „vierten Gewalt“, den Medien, dringend erforderlich. Wünschenswert sei eine gesetzliche Regelung, um die Haftungsrisiken von Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern zu begrenzen; dies solle durch eine Reform des Partnerschaftsgesellschaftsgesetzes erfolgen. Der Schwerpunkt des geplanten Mediationsgesetzes müsse bei der außergerichtlichen Mediation liegen, eine gerichtliche Mediation sei aus anwaltlicher Sicht nicht unbedingt erforderlich. Was die wirtschaftliche Lage des Berufs angeht, brachte die politische Seite den Forderungen der Anwaltschaft Verständnis entgegen, die Rechtsanwaltsgebühren neu zu strukturieren und sie den wirtschaftlichen Gegebenheiten anzupassen.
Quelle der Fotos: DAV, Fotograf Andreas Burkhardt
DStV beim Deutschen Anwaltstag 2011 in Strasbourg
Vom 2. bis 4. 6. 2011 veranstaltete der Deutsche Anwaltverein (DAV) in Strasbourg den 62. Deutschen Anwaltstag. Der Deutsche Steuerberaterverband (DStV) war dort durch seinen Präsidenten, seinen Hauptgeschäftsführer und seinen Geschäftsführer RA Wolfgang Strothe vertreten.Der Kongress stand unter dem Motto „Anwälte in Europa – Partner ohne Grenzen“, und an ihm nahmen neben einer großen Zahl deutscher Anwälte und Anwältinnen auch zahlreiche französische, insbesondere elsässische Berufskollegen und Berufskolleginnen teil.
In seiner Begrüßungsansprache ging DAV-Präsident RA Professor Dr. Wolfgang Ewer auf die Bedeutung Strasbourgs als Sitz des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sowie des Europarats und des Europa-Parlaments ein. Nicht zu Unrecht trage Strasbourg die Bezeichnung „Stadt der Menschenrechte“. Auch der französische Justizminister Michel Mercier und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger würdigten die Tatsache, dass sich an einem so bedeutenden Ort eine so große Zahl von Berufskollegen aus unterschiedlichen Ländern zum Dialog und kritischen Diskurs zusammenfanden. Dass die jahrhundertelange Spannungen zwischen Frankreich und Deutschland einer tiefen Freundschaft gewichen sind, bezeichneten sie als eine bedeutende Errungenschaft der europäischen Geschichte und der Europäischen Gemeinschaften.
Den Festvortrag zum Thema „Europa zwischen Angst und Recht“ hielt Daniel Cohn-Bendit, Mitglied des Europäischen Parlaments. Er spannte darin einen weiten Bogen, sowohl historisch als auch geografisch, und stellte sehr anschaulich die Herausforderungen und Chancen eines geeinten Europas dar.
Während der Eröffnungsveranstaltung wurden auch politische Akzente gesetzt: so sei z.B. eine Stärkung der Unschuldsvermutung auch gegenüber der „vierten Gewalt“, den Medien, dringend erforderlich. Wünschenswert sei eine gesetzliche Regelung, um die Haftungsrisiken von Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern zu begrenzen; dies solle durch eine Reform des Partnerschaftsgesellschaftsgesetzes erfolgen. Der Schwerpunkt des geplanten Mediationsgesetzes müsse bei der außergerichtlichen Mediation liegen, eine gerichtliche Mediation sei aus anwaltlicher Sicht nicht unbedingt erforderlich. Was die wirtschaftliche Lage des Berufs angeht, brachte die politische Seite den Forderungen der Anwaltschaft Verständnis entgegen, die Rechtsanwaltsgebühren neu zu strukturieren und sie den wirtschaftlichen Gegebenheiten anzupassen.
Quelle der Fotos: DAV, Fotograf Andreas Burkhardt








