Inhalt
Am 26.8.2011 begingen die berufsständischen Organisationen in Rheinland-Pfalz, der Steuerberaterverband, die Steuerberaterkammer und die Steuerberaterakademie gemeinsam eine Reihe besonderer Jubiläen. Der Steuerberaterverband konnte auf sein 60jähriges Bestehen, die Steuerberaterkammer auf ihr 50jähriges Bestehen und die Steuerberaterakademie ihr auf 35jähriges Bestehen zurückblicken. Viele Mitglieder waren dem Ruf der drei Organisationen gefolgt, die Jubiläen feierlich zu begehen. So konnte der Präsident des Steuerberaterverbands Rheinland-Pfalz StB/vBP Wolfgang Roth über 250 Teilnehmer zu der Veranstaltung begrüßen. In seiner Eröffnungsansprache gab er zunächst einen Rückblick auf die geschichtliche Entwicklung der Steuerberater im Lande Rheinland-Pfalz und stellte ihre Funktion als Vertraute des Bürgers und Organ der Rechtspflege dar. Als Beispiel für den erreichten guten Stand des Miteinanders verwies Roth auf den zwischen Steuerberaterschaft und Finanzverwaltung in Rheinland-Pfalz verabredeten Verhaltenskodex, der auf eine sachliche Zusammenarbeit ausgerichtet sei, die in Rheinland-Pfalz sehr gut funktioniere.
Dies bestätigte auch der Finanzminister des Landes Rheinland-Pfalz Dr. Carsten Kühl, der die Gelegenheit nutzte, auch zu einigen aktuellen steuerpolitischen Fragen Stellung zu nehmen. In Bezug auf das Bundesland Rheinland-Pfalz kündigte er an, personelle Erweiterungen im Bereich der Betriebsprüfungen vornehmen zu wollen.
Der Präsident der Bundessteuerberaterkammer StB/WP Dr. Horst Vinken betonte in seiner Ansprache, dass die Bedeutung der den Anlass für die Veranstaltung bietenden Jubiläen dadurch unterstrichen werde, dass diese Jubiläen gemeinsam begangen würden. Sodann ging er auf die Rolle der Steuerberaterkammer und einige aktuelle berufsstandsrelevante Themen ein. - Kammern, so stellte Dr. Vinken dar, seien heute längst nicht mehr nur Berufsaufsicht, sondern auch Dienstleister in dem Sinne, dass sie heute Steuerberaterprüfungen organisieren, die Berufsordnung der Steuerberater den Gegebenheiten anpassen, Verlautbarungen zur Jahresabschlusserstellung veröffentlichten oder - seit 2009 - Nachwuchsmarketing für den Berufsstand betrieben. Zu dem zuletzt genannten Thema führte Dr. Vinken aus, dass es heute weniger Bewerber als Stellen für Steuerfachangestellte gebe. Dies sei vor Jahren noch anders gewesen. Mit ihrer Aktion „Da steckt mehr drin, als Du denkst!“ versuchten die Kammern, die Attraktivität des Berufs des Steuerfachangestellten darzustellen und so den Berufsstand zu unterstützen. - Bei der E-Bilanz habe man in enger Abstimmung mit dem Deutschen Steuerberaterverband e.V. (DStV e.V.) viel erreicht. Der Anwendungszeitraum sei de facto verschoben worden, auch bei der Gliederungstiefe haben man das Bundesfinanzministerium in eine positive Richtung bewegen können. Gerade weil dieses Thema in enger Abstimmung mit dem DStV behandelt worden sei, habe man so erfolgreich wirken können. Hinsichtlich der von BStBK und DStV angestrebten Novellierung der Steuerberatergebührenverordnung führte Dr. Vinken aus, dass nach 13 Jahren Nullrunde die Zeit für eine angemessene Anhebung der Gebühren gekommen sei und dass darüber hinaus die Notwendigkeit bestehe, die Gebührenvorschriften den aktuellen gesetzlichen Entwicklungen anzupassen. Auch hier bewähre sich das geschlossene gemeinsame Auftreten mit dem DStV.
Der Präsident des DStV StB/WP Hans-Christoph Seewald hob in seinem Grußwort die vielfältigen Beiträge hervor, die durch Vertreter des Steuerberaterverbands Rheinland-Pfalz auf DStV-Ebene für die Berufsangehörigen geleistet wurden und auch weiterhin geleistet werden. Beispielhaft nannte er die Tätigkeit des inzwischen verstorben Kollegen Werner Hugo Bischoff in den Gremien des DStV, die Förderung der internationalen Arbeit des DStV durch den Ehrenpräsidenten des Steuerberaterverbands Rheinland-Pfalz Dr. Fritz Vogt, die Unterstützung der fachlichen Arbeit durch die Kollegen Aloys Rech und Christian Rech im Bereich des Berufs- und Rechtsausschusses des DStV, die Tätigkeit des Kollegen Wolfgang Roth im Präsidium des DStI und als Beauftragter der Verbände für den Bereich des Qualitätsmanagements und die Tätigkeit der ehemaligen Geschäftsführerin des Steuerberaterverbands Rheinland-Pfalz Brunhilde Lingler und der gegenwärtigen Geschäftsführerin Dr. Kerstin Eich im Bereich der Geschäftsführerkonferenzen des DStV.
Sodann wandte sich Seewald einer Reihe aktueller berufspolitischer Themen zu. So hätten Steuerberater kein Verständnis dafür, dass ihnen eine Mitwirkung im Statusfeststellungsverfahren verwehrt wird. Sollte sich der Anspruch der Steuerberater, in diesem Bereich tätig sein zu dürfen, gerichtlich nicht durchsetzen lassen, müsse das Gesetz geändert und entsprechend klargestellt werden. Kein Verständnis hätten Steuerberater auch dafür, dass sie in Bezug auf den Vertrauensschutz nach § 160 a StPO schlechter behandelt werden als Rechtsanwälte. Die Situation der Steuerberater sei mit derjenigen der Rechtsanwälte absolut vergleichbar und es sei deshalb sowohl verfassungsrechtlich als auch politisch geboten, hier zu einer Einbeziehung der Steuerberater in den Vertrauensschutz zu gelangen. Im Bereich des Insolvenzrechts, so Seewald, würden die Möglichkeiten, den Sachverstand der Steuerberater zu nutzen, insbesondere im Bereich von Sanierungen, noch immer nicht ausreichend genutzt. Die gesetzlichen Regelungen privilegierten die Liquidation und behinderten die Sanierung. Ob der Entwurf des ESUG hieran grundsätzlich etwas ändere, bleibe abzuwarten. Seewald verwies auch darauf, dass der Bereich der Rechnungslegung eine immer stärke Bedeutung für den steuerberatenden Beruf gewinne. Das Thema müsse sowohl international als auch national verstärkt beachtet werden. Auf internationaler Ebene kämpfe der DStV dafür, Bilanzierungspflichten, die sinnvoll seien, zu erhalten und Offenlegungspflichten, gerade im mittelständischen Bereich, gegen den Widerstand vieler anderer Länder zu begrenzen. Eine hohe Bedeutung sei auch dem Thema der Qualität im steuerberatenden Beruf beizumessen. Wenn die Kammer – neben anderen qualitätssichernden Funktionen – darauf hinwirke, junge Menschen für den Beruf des Steuerfachangestellten zu interessieren, wenn die Akademie die Kollegen durch ihre Fortbildungsarbeit unterstützte und anrege und wenn der Verband mit dem DStV-Qualitätssiegel ein Instrument schaffe, das Kanzleimanagement zu verbessern, so seien all dies wichtige Beiträge, den Steuerberaterberuf weiter zu entwickeln, so dass den jetzigen Jubiläen noch viele weitere folgen können. DStV und DStI waren auf der Jubiläumsveranstaltung durch ihre Präsidien, mehrere Vorstandmitglieder und die Geschäftsführung vertreten. Auch zahlreiche Vertreter von DStV-Landesverbänden hatten es sich nicht nehmen lassen, den Jubilaren an diesem Tage ihre Referenz zu erweisen.
Feierliche Jubiläen in Rheinland-Pfalz
Am 26.8.2011 begingen die berufsständischen Organisationen in Rheinland-Pfalz, der Steuerberaterverband, die Steuerberaterkammer und die Steuerberaterakademie gemeinsam eine Reihe besonderer Jubiläen. Der Steuerberaterverband konnte auf sein 60jähriges Bestehen, die Steuerberaterkammer auf ihr 50jähriges Bestehen und die Steuerberaterakademie ihr auf 35jähriges Bestehen zurückblicken. Viele Mitglieder waren dem Ruf der drei Organisationen gefolgt, die Jubiläen feierlich zu begehen. So konnte der Präsident des Steuerberaterverbands Rheinland-Pfalz StB/vBP Wolfgang Roth über 250 Teilnehmer zu der Veranstaltung begrüßen. In seiner Eröffnungsansprache gab er zunächst einen Rückblick auf die geschichtliche Entwicklung der Steuerberater im Lande Rheinland-Pfalz und stellte ihre Funktion als Vertraute des Bürgers und Organ der Rechtspflege dar. Als Beispiel für den erreichten guten Stand des Miteinanders verwies Roth auf den zwischen Steuerberaterschaft und Finanzverwaltung in Rheinland-Pfalz verabredeten Verhaltenskodex, der auf eine sachliche Zusammenarbeit ausgerichtet sei, die in Rheinland-Pfalz sehr gut funktioniere. Dies bestätigte auch der Finanzminister des Landes Rheinland-Pfalz Dr. Carsten Kühl, der die Gelegenheit nutzte, auch zu einigen aktuellen steuerpolitischen Fragen Stellung zu nehmen. In Bezug auf das Bundesland Rheinland-Pfalz kündigte er an, personelle Erweiterungen im Bereich der Betriebsprüfungen vornehmen zu wollen.
Der Präsident der Bundessteuerberaterkammer StB/WP Dr. Horst Vinken betonte in seiner Ansprache, dass die Bedeutung der den Anlass für die Veranstaltung bietenden Jubiläen dadurch unterstrichen werde, dass diese Jubiläen gemeinsam begangen würden. Sodann ging er auf die Rolle der Steuerberaterkammer und einige aktuelle berufsstandsrelevante Themen ein. - Kammern, so stellte Dr. Vinken dar, seien heute längst nicht mehr nur Berufsaufsicht, sondern auch Dienstleister in dem Sinne, dass sie heute Steuerberaterprüfungen organisieren, die Berufsordnung der Steuerberater den Gegebenheiten anpassen, Verlautbarungen zur Jahresabschlusserstellung veröffentlichten oder - seit 2009 - Nachwuchsmarketing für den Berufsstand betrieben. Zu dem zuletzt genannten Thema führte Dr. Vinken aus, dass es heute weniger Bewerber als Stellen für Steuerfachangestellte gebe. Dies sei vor Jahren noch anders gewesen. Mit ihrer Aktion „Da steckt mehr drin, als Du denkst!“ versuchten die Kammern, die Attraktivität des Berufs des Steuerfachangestellten darzustellen und so den Berufsstand zu unterstützen. - Bei der E-Bilanz habe man in enger Abstimmung mit dem Deutschen Steuerberaterverband e.V. (DStV e.V.) viel erreicht. Der Anwendungszeitraum sei de facto verschoben worden, auch bei der Gliederungstiefe haben man das Bundesfinanzministerium in eine positive Richtung bewegen können. Gerade weil dieses Thema in enger Abstimmung mit dem DStV behandelt worden sei, habe man so erfolgreich wirken können. Hinsichtlich der von BStBK und DStV angestrebten Novellierung der Steuerberatergebührenverordnung führte Dr. Vinken aus, dass nach 13 Jahren Nullrunde die Zeit für eine angemessene Anhebung der Gebühren gekommen sei und dass darüber hinaus die Notwendigkeit bestehe, die Gebührenvorschriften den aktuellen gesetzlichen Entwicklungen anzupassen. Auch hier bewähre sich das geschlossene gemeinsame Auftreten mit dem DStV.
Der Präsident des DStV StB/WP Hans-Christoph Seewald hob in seinem Grußwort die vielfältigen Beiträge hervor, die durch Vertreter des Steuerberaterverbands Rheinland-Pfalz auf DStV-Ebene für die Berufsangehörigen geleistet wurden und auch weiterhin geleistet werden. Beispielhaft nannte er die Tätigkeit des inzwischen verstorben Kollegen Werner Hugo Bischoff in den Gremien des DStV, die Förderung der internationalen Arbeit des DStV durch den Ehrenpräsidenten des Steuerberaterverbands Rheinland-Pfalz Dr. Fritz Vogt, die Unterstützung der fachlichen Arbeit durch die Kollegen Aloys Rech und Christian Rech im Bereich des Berufs- und Rechtsausschusses des DStV, die Tätigkeit des Kollegen Wolfgang Roth im Präsidium des DStI und als Beauftragter der Verbände für den Bereich des Qualitätsmanagements und die Tätigkeit der ehemaligen Geschäftsführerin des Steuerberaterverbands Rheinland-Pfalz Brunhilde Lingler und der gegenwärtigen Geschäftsführerin Dr. Kerstin Eich im Bereich der Geschäftsführerkonferenzen des DStV.
Sodann wandte sich Seewald einer Reihe aktueller berufspolitischer Themen zu. So hätten Steuerberater kein Verständnis dafür, dass ihnen eine Mitwirkung im Statusfeststellungsverfahren verwehrt wird. Sollte sich der Anspruch der Steuerberater, in diesem Bereich tätig sein zu dürfen, gerichtlich nicht durchsetzen lassen, müsse das Gesetz geändert und entsprechend klargestellt werden. Kein Verständnis hätten Steuerberater auch dafür, dass sie in Bezug auf den Vertrauensschutz nach § 160 a StPO schlechter behandelt werden als Rechtsanwälte. Die Situation der Steuerberater sei mit derjenigen der Rechtsanwälte absolut vergleichbar und es sei deshalb sowohl verfassungsrechtlich als auch politisch geboten, hier zu einer Einbeziehung der Steuerberater in den Vertrauensschutz zu gelangen. Im Bereich des Insolvenzrechts, so Seewald, würden die Möglichkeiten, den Sachverstand der Steuerberater zu nutzen, insbesondere im Bereich von Sanierungen, noch immer nicht ausreichend genutzt. Die gesetzlichen Regelungen privilegierten die Liquidation und behinderten die Sanierung. Ob der Entwurf des ESUG hieran grundsätzlich etwas ändere, bleibe abzuwarten. Seewald verwies auch darauf, dass der Bereich der Rechnungslegung eine immer stärke Bedeutung für den steuerberatenden Beruf gewinne. Das Thema müsse sowohl international als auch national verstärkt beachtet werden. Auf internationaler Ebene kämpfe der DStV dafür, Bilanzierungspflichten, die sinnvoll seien, zu erhalten und Offenlegungspflichten, gerade im mittelständischen Bereich, gegen den Widerstand vieler anderer Länder zu begrenzen. Eine hohe Bedeutung sei auch dem Thema der Qualität im steuerberatenden Beruf beizumessen. Wenn die Kammer – neben anderen qualitätssichernden Funktionen – darauf hinwirke, junge Menschen für den Beruf des Steuerfachangestellten zu interessieren, wenn die Akademie die Kollegen durch ihre Fortbildungsarbeit unterstützte und anrege und wenn der Verband mit dem DStV-Qualitätssiegel ein Instrument schaffe, das Kanzleimanagement zu verbessern, so seien all dies wichtige Beiträge, den Steuerberaterberuf weiter zu entwickeln, so dass den jetzigen Jubiläen noch viele weitere folgen können. DStV und DStI waren auf der Jubiläumsveranstaltung durch ihre Präsidien, mehrere Vorstandmitglieder und die Geschäftsführung vertreten. Auch zahlreiche Vertreter von DStV-Landesverbänden hatten es sich nicht nehmen lassen, den Jubilaren an diesem Tage ihre Referenz zu erweisen.








