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Anzeigepflicht für Steuergestaltungsmodelle: Steuerberater mahnen zur Präzision

Gründung der europäischen Steuerberaterorganisation ETAF erfolgt

v.l.n.r. DStV-Vizepräsident Prof. Dr. H.-Michael Korth, Präsident der ETAF Philippe Arraou, Vorstandsmitglied der italienischen Steuerberaterkammer Dott. Ugo Marco Pollice, Vizepräsident der Bundessteuerberaterkammer Volker Kaiser


In ihrem Sitz in Brüssel wurde am 15. Dezember 2015 die neue europäische Organisation der Steuerexperten European Tax Adviser Federation (ETAF) gegründet. Gründungsmitglieder der Föderation sind neben dem Deutschen Steuerberaterverband e.V. (DStV) die Bundessteuerberaterkammer, der französische Conseil Supérieur de l’Ordre des Experts-Comptables und der italienische Consiglio Nazionale die Dottori Commercialisti e Degli Esperti Contabili.

„Berufsrechtliche Vorgaben dienen in erster Linie dem Verbraucherschutz und der Sicherung qualitativ hochwertiger Dienstleistung. Diese Ziele müssen auch auf europäischer Ebene mit Nachdruck verteidigt werden.“ meint DStV-Präsident Harald Elster. „Mit der ETAF gewinnen auch die deutschen Steuerberaterverbände an Durchschlagskraft. Gerade die Bestrebungen der EU-Kommission zur Deregulierung zeigen, wie wichtig eine effizientere Repräsentation unseres Berufsstands in Europa ist.“

Erster Präsident der Föderation ist Philippe Arraou, Präsident der französischen Mitgliedsorganisation. Für den DStV unterzeichnete dessen Vizepräsident Prof. Dr. H.-Michael Korth die Gründungsurkunde, für die Bundessteuerberaterkammer Vizepräsident Volker Kaiser und für die italienische Kammer Dott. Ugo Marco Pollice.

Die ETAF ist eine internationale Vereinigung ohne Gewinnerzielungsabsicht nach belgischem Recht (AISBL: Association International Sans But Lucrativ) mit Sitz in Brüssel. Unter ihrem Dach vereint sie von Beginn an mehr als 190.000 Berufsangehörige aus Deutschland, Frankreich und Italien. Ziel der Organisation ist es, die Interessen speziell der regulierten steuerberatenden Berufe in den Bereichen Steuerpolitik und Berufsrecht zu vertreten und politische Vorhaben in Brüssel aktiv zu begleiten.


Stand: 8.1.2016