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Neufassung der Bilanzierungsrichtlinie

Neufassung der BilanzierungsrichtlinieDie Europäische Kommission hat am 25.10.20111 einen Vorschlag zur Änderung der Bilanzierungsrichtlinien (78/660/EWG und 83/349/EWG), im allgemeinen Sprachgebrauch bekannt als 4. und 7. Richtlinie, veröffentlicht. Die neue Bilanzierungsrichtlinie soll die beiden Vorgängerregelungen ersetzen.

Sehr zu begrüßen ist der vom DStV wiederholt geforderte Verzicht auf die Einführung des IFRS for SMEs in Europa. Neben inhaltlichen Bedenken hatte sich der DStV vor allem dafür stark gemacht, die Rechnungslegung in Europa nicht allein durch ein privates Gremium weiterentwickeln zu lassen. Brüssel hat dies anerkannt und in der Einleitung des Entwurfs ausdrücklich darauf verwiesen, dass der IFRS for SMEs in mehreren Punkten mit europäischem Recht nicht vereinbar ist und daher nicht angewendet werden dürfen.

Ausdrücklich außen vor lässt der Entwurf die aktuell zwischen Rat, europäischen Parlament und Kommission diskutierten Ausnahmeregelungen für Kleinstunternehmen. Dafür ist eine gesonderte Richtlinie geplant, welche nach aktuellem Stand den Mitgliedstaaten ein Wahlrecht verleiht, Kleinstunternehmen von der Veröffentlichung der Bilanzen zu befreien, unter der Auflage, dass die Hinterlegung der Bilanzen bei einer staatlichen Stelle gewährleistet ist.

Der DStV hat bereit gegenüber dem Bundesministerium für Justiz eine Stellungnahme abgegeben, in welcher der Vorschlag gelobt wird, aber auch noch etliche Verbesserungsvorschläge angebracht werden.

Darüber hinaus hat der DStV in den vergangenen zwei Wochen auf Konferenzen der EFAA in Portugal und der FCM in Rom direkt mit Entscheidungsträgern der europäischen Institutionen und der EFRAG gesprochen, und Verbesserungsvorschläge diskutiert. Die EFRAG ist das direkte Beratungsgremium der Europäischen Kommission in Fragen der Bilanzierung.

Den Entwurf der Bilanzierungsrichtlinie können Sie hier einsehen.


Die Stellungnahme des DStV können Sie hier einsehen.