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Die Zukunft der Abschlussprüfung

Die Zukunft der AbschlussprüfungDie Europäische Kommission hat sich vorgenommen, als Reaktion auf die Finanzkrise den Abschlussprüfungsmarkt neu zu ordnen. In der aktuellen Diskussion kämpfen der DStV und sein europäischer Verband EFAA (European Federation of Accountants and Auditors for SMEs) dafür, dass Vorschläge der Kommission, welche auf den Markt der großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften abzielen und die kleinen und mittelständischen Praxen fördern sollen, nicht als „friendly fire“ negative Folgen für den Mittelstand haben. Bereits die DStV-Stellungnahme zum Grünbuch „Abschlussprüfung“ zeigt, dass eine Reform der Wirtschaftprüfung den Interessen des Mittelstands gerecht werden muss, um eine ausgeglichene Marktstruktur und einen fairen Wettbewerb zu erhalten. Am 30.11.2011 hat die Kommission basierend auf dem Grünbuch einen Vorschlag zur Änderung der Richtlinie über Abschlussprüfungen vorgelegt.

Am 5.12.2011 fand in Brüssel unter Beteiligung des DStV-Europarechtsexperten RA Matthias Kschammer ein hochkarätig besetzter runder Tisch statt, welcher der Chatham House Rule unterlag, um einen offenen Dialog zu fördern. Wenn eine Veranstaltung unter Vereinbarung der Chatham House Rule durchgeführt wird, sind die Teilnehmer frei, die erhaltene Information zu verwenden, jedoch dürfen sie weder die Identität noch die Zugehörigkeit eines Sprechers oder die irgendeines anderen Teilnehmers preisgeben.

Schwerpunkte der Diskussion waren die Sicherstellung der Unabhängigkeit der Prüfer, die von Europa beabsichtigte Förderung grenzüberschreitender Prüfungen und die beabsichtige Möglichkeit der Fremdkapitalaufnahme. Sehr kontrovers diskutiert wurden die möglichen negativen Folgen für die Prüfungsqualität, welche sich aus der strikten Trennung von Prüfung und Beratung ergeben können. Auch die fehlende Harmonisierung der Rechnungslegung als Hindernis für einen echten Prüfungsbinnenmarkt wurde angesprochen.

Im Januar 2012 wird der DStV eine offizielle Stellungnahme zum Richtlinienentwurf veröffentlichen und an die Entscheidungsträger übersenden.

Den Richtlinienentwurf können Sie hier einsehen.