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Vom 13. bis zum 15. Oktober 2011 fand in Marseille der 66. Jahreskongress der nationalen Kammer der französischen Steuerberater (Ordre des Experts-Comptables de France) statt. Mehr als 4.500 französische Kolleginnen und Kollegen waren dem Aufruf der Präsidentin des Ordre, Agnès Bricard, gefolgt und in die Mittelmeerstadt gereist, um einem äußerst interessanten und abwechslungsreichen Kongressprogramm zu folgen, in dessen Mittelpunkt die Tätigkeit der französischen Steuerberater für kleine und mittlere Unternehmen stand. Neben Veranstaltungen im Plenum gab es eine Vielzahl unterschiedlicher sog. Ateliers, in deren Verlauf strategische und organisatorische Fragen der Kanzleien sowie aktuelle Beratungsaspekte dargestellt und diskutiert wurden. Am 14. Oktober 2011 nahm DStV-Hauptgeschäftsführer Professor Dr. Axel Pestke an einem international besetzten Round-Table-Gespräch teil, bei dem die Berufs- und Tätigkeitsbilder verschiedener buchführender, rechts- und steuerberatender sowie wirtschaftsprüfender europäischer Berufe miteinander verglichen und diesbezügliche Entwicklungstendenzen aufgezeigt wurden. Unter der Leitung des Vizepräsidenten der französischen Steuerberaterkammer, Philippe Arraou, diskutierte er vor zahlreichen Zuhörern mit der Europa-Abgeordneten Sylvie Goulard, Berichterstatterin u.a. für Fragen der internationalen Rechnungslegung, der Generalsekretärin der ACCA Helen Brand sowie dem Generalssekretär der spanischen Berufsorganisation CGCEE Manuel Hernando. Für den verhinderten Präsidenten der nationalen Kammer der italienischen Steuerberater CNDCEC, Claudio Siciliotti, nahm der Generalsekretär der EFAA, Federico Diomeda, ebenfalls Italiener, an der Diskussionsrunde teil. Sylvie Goulard thematisierte u.a. die „Globalisierung der Rechnungslegung“ und merkte zur Modernisierung des europäischen Bilanzrechts an, dass zu weit reichende Wahlrechte der Mitgliedstaaten oder der – gerade den Deutschen sehr am Herzen liegende - Subsidiaritätsgedanke den Nutzen internationaler Bilanzierungsregeln beeinträchtigen können. Anderseits äußerte sie Zweifel an der demokratischen Legitimation des IASB und sprach sich gegen eine automatische Übernahme der IFRS in europäisches Recht aus. Prof. Dr. Pestke betonte, dass die deutschen Steuerberater sich ein starkes Europa, starke europäische Unternehmen und starke europäische Steuerberater wünschen und hierfür eintreten. Er sei überzeugt, dass die europäische Bilanztradition von Prinzipien geprägt sei, die auch für die internationale Rechnungslegung nutzbar gemacht werden und diese stärken könnten. Die Diskussion um die Modernisierung der 4. und 7. Richtlinie biete hierfür eine gute Plattform.
DStV referiert beim Kongress der französischen Steuerberater in Marseille
Vom 13. bis zum 15. Oktober 2011 fand in Marseille der 66. Jahreskongress der nationalen Kammer der französischen Steuerberater (Ordre des Experts-Comptables de France) statt. Mehr als 4.500 französische Kolleginnen und Kollegen waren dem Aufruf der Präsidentin des Ordre, Agnès Bricard, gefolgt und in die Mittelmeerstadt gereist, um einem äußerst interessanten und abwechslungsreichen Kongressprogramm zu folgen, in dessen Mittelpunkt die Tätigkeit der französischen Steuerberater für kleine und mittlere Unternehmen stand. Neben Veranstaltungen im Plenum gab es eine Vielzahl unterschiedlicher sog. Ateliers, in deren Verlauf strategische und organisatorische Fragen der Kanzleien sowie aktuelle Beratungsaspekte dargestellt und diskutiert wurden. Am 14. Oktober 2011 nahm DStV-Hauptgeschäftsführer Professor Dr. Axel Pestke an einem international besetzten Round-Table-Gespräch teil, bei dem die Berufs- und Tätigkeitsbilder verschiedener buchführender, rechts- und steuerberatender sowie wirtschaftsprüfender europäischer Berufe miteinander verglichen und diesbezügliche Entwicklungstendenzen aufgezeigt wurden. Unter der Leitung des Vizepräsidenten der französischen Steuerberaterkammer, Philippe Arraou, diskutierte er vor zahlreichen Zuhörern mit der Europa-Abgeordneten Sylvie Goulard, Berichterstatterin u.a. für Fragen der internationalen Rechnungslegung, der Generalsekretärin der ACCA Helen Brand sowie dem Generalssekretär der spanischen Berufsorganisation CGCEE Manuel Hernando. Für den verhinderten Präsidenten der nationalen Kammer der italienischen Steuerberater CNDCEC, Claudio Siciliotti, nahm der Generalsekretär der EFAA, Federico Diomeda, ebenfalls Italiener, an der Diskussionsrunde teil. Sylvie Goulard thematisierte u.a. die „Globalisierung der Rechnungslegung“ und merkte zur Modernisierung des europäischen Bilanzrechts an, dass zu weit reichende Wahlrechte der Mitgliedstaaten oder der – gerade den Deutschen sehr am Herzen liegende - Subsidiaritätsgedanke den Nutzen internationaler Bilanzierungsregeln beeinträchtigen können. Anderseits äußerte sie Zweifel an der demokratischen Legitimation des IASB und sprach sich gegen eine automatische Übernahme der IFRS in europäisches Recht aus. Prof. Dr. Pestke betonte, dass die deutschen Steuerberater sich ein starkes Europa, starke europäische Unternehmen und starke europäische Steuerberater wünschen und hierfür eintreten. Er sei überzeugt, dass die europäische Bilanztradition von Prinzipien geprägt sei, die auch für die internationale Rechnungslegung nutzbar gemacht werden und diese stärken könnten. Die Diskussion um die Modernisierung der 4. und 7. Richtlinie biete hierfür eine gute Plattform. 







