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Referentenentwurf zum Bilanzrichtlinienumsetzungsgesetz – Stellungnahme des DStV kritisiert Ausweitung der Umsatzerlöse

Referentenentwurf zum Bilanzrichtlinienumsetzungsgesetz – Stellungnahme des DStV kritisiert Ausweitung der UmsatzerlöseDas Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz hat den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der EU-Bilanzrichtlinie 2013/34/EU vorgelegt. Die Richtlinie muss bis Juli 2015 durch die Mitgliedsstaaten in nationales Recht transformiert werden. Der Arbeitskreis Rechnungslegung des Deutschen Steuerberaterverbands e.V. (DStV) hat am 30.9.2014 zu dem Referentenentwurf kritisch Stellung genommen.

HGB nach BilMoG gut gerüstet

Trotz seiner 97 Seiten und der darin enthaltenen rund 200 Änderungen an 75 Paragraphen des HGB wird die materielle Bilanzierung und Bewertung durch den Gesetzesentwurf kaum berührt. Hier zeigt sich, dass das dritte Buch des HGB nach den Änderungen des BilMoG ein modernes und zeitgemäßes Bilanzierungswerk darstellt. Der überwiegende Teil der praxisrelevanten Änderungen betrifft die Angabepflichten im Anhang, wobei das BMJV jedoch die durch die Richtlinie eröffneten Möglichkeiten zur Entlastung kleiner Unternehmen konsequent genutzt hat.

Kein gesonderter Ausweis außerordentlicher Posten in der GuV

Eine der wesentlichen Änderungen betrifft den Ausweis außerordentlicher Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung: Diese sollen in Zukunft nicht mehr gesondert unterhalb des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ausgewiesen werden, womit eine Forderung der Bilanzrichtlinie umgesetzt wird. Der Arbeitskreis Rechnungslegung des DStV ist jedoch der Ansicht, dass diese Informationen für die

Bilanzanalyse von Bedeutung sind und daher der gesonderte Ausweis zumindest unter den jeweiligen GuV-Positionen erfolgen sollte.

Starke Ausweitung der Umsatzerlöse

Eine grundlegende Änderung vollzieht der Gesetzgeber bei der Definition der Umsatzerlöse: Erlöse müssen nach dem Wortlaut des Entwurfs nicht mehr aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stammen, um zu den Umsatzerlösen zu zählen. Dies stellt nach Ansicht des Arbeitskreises eine unsachgemäße Aggregation aller vom Unternehmen erbrachten Leistungen dar. Er spricht sich daher dafür aus, dass die Umsatzerlöse weiterhin nur Erlöse aus der gewöhnlichen, dem Gesellschaftszweck entsprechenden Geschäftstätigkeit erfassen.

Die Stellungnahme B 4/2014 ist auf der Homepage des DStV abrufbar.

Stand: 14.10.2014