02.02.2015, Kategorie Archiv

10 Jahre Abschlussprüferaufsichtskommission: Symposium und Empfang

Am 29.1.2015 nahmen DStV-Präsident StB/WP Harald Elster, DStV-Hauptgeschäftsführer RA/FAStR Prof. Dr. Axel Pestke und DStV-Geschäftsführer RA Wolfgang Strothe an einem Symposium aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Abschlussprüferaufsichtskommission (APAK) sowie einem anschließenden Empfang in Berlin teil. Im Rahmen des Symposiums wurde die bisherige Tätigkeit der APAK als unabhängige öffentliche Aufsicht über die Wirtschaftsprüferkammer und die gesetzlichen Abschlussprüfungen sowie die Zukunft der Abschlussprüferaufsicht in Deutschland diskutiert und in einen internationalen Kontext gestellt. Im Rahmen seiner Begrüßungsansprache ging der Vorsitzende der APAK und Präsident des Bundesfinanzhofs a.D. Dr. h.c. Wolfgang Spindler auf die Entstehungsgeschichte und die gegenwärtigen Aufgaben der APAK ein. Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Brigitte Zypries MdB überbrachte die Glückwünsche der Bundesregierung und stellte in Aussicht, dass die Bundesregierung alles dafür tun werde, damit die anstehende Umsetzung der EU-Richtlinie zur Reform der Abschlussprüfung in ausgewogener und sachdienlicher Weise vollzogen werde. Der Vorsitzende der US-amerikanischen Prüferaufsicht PCAOB, James Doty, überbrachte Grüße seiner amerikanischen Kollegen. Der Festvortrag, der von dem deutschen Richter am Gerichtshof der Europäischen Union, Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas von Danwitz, gehalten wurde, war dem Thema „Die Bewahrung des Rechts in der Finanzkrise aus europäischer Sicht“ gewidmet. Darin führte von Danwitz aus, dass der Einhaltung und Durchführung der im Rahmen der EU getroffenen finanzpolitischen Entscheidungen ein hoher Stellenwert beigemessen werden müsse. Die EU-Mitgliedstaaten hätten nach den teilweise wenig glücklichen Erfahrungen mit dem Stabilitätspakt bewusst auf eine Verrechtlichung ihrer in der Folgezeit beschlossenen finanzpolitischen Maßnahmen gesetzt, an die sie nun auch gebunden seien. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema „Abschlussprüfung und Berufsaufsicht im Wandel“ wurden sodann die besonderen Herausforderungen erörtert, vor denen der Berufstand der Abschlussprüfer und dessen Aufsicht derzeit stehen. Mit der bevorstehenden Umsetzung der im Jahre 2014 vom europäischen Gesetzgeber beschlossenen Reform wird es in diesem Bereich zu weit reichenden Änderungen kommen, insbesondere in Bezug auf Abschlussprüfungen bei Unternehmen von öffentlichem Interesse (börsennotierte Unternehmen, Banken und Versicherungen). Die Erwartungen von Unternehmen, Prüfungsausschüssen und Investoren an die Zusammenarbeit mit ihren Abschlussprüfern und die Kommunikation mit der Aufsicht spielten bei dieser Podiumsdiskussion ebenso eine Rolle wie die Stärkung präventiver Elemente in der Berufsaufsicht, die zu erwartenden Entwicklungen im Prüfermarkt, die Harmonisierung der Prüfungssysteme innerhalb Europas sowie die Aufgaben, die Kosten und der Nutzen einer öffentlichen Prüferaufsicht. Unter Leitung des Wirtschaftsredakteurs der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Georg Giersberg, diskutierten Dr. Margarete Haase, Mitglied des Vorstands der Deutz AG, Dr. Johannes Fritz von der Seedamm-Vermögensverwaltungs GmbH, Prof. Dr. Kai-Uwe Marten, Stellvertretender Vorsitzender der APAK, Frank Schneider, Direktor der Eidgenössischen Revisionsaufsichtsbehörde sowie WP/StB Dipl.-Kfm. Gerhardt Ziegler, Präsident der Wirtschaftsprüferkammer (WPK). Die Podiumsdiskussion und die anschließende Diskussionsrunde mit dem Publikum ergaben vertiefte Einblicke und interessante neue Ansätze in Bezug auf die zukünftige Tätigkeit des wirtschaftsprüfenden Berufs und der ihn betreffenden Aufsicht. An der Veranstaltung nahmen neben Vertretern des wirtschaftsprüfenden und des steuerberatenden Berufs, der Politik, der Ministerien, der Wirtschaft sowie der Presse auch zahlreiche Kollegen von ausländischen öffentlichen Prüferaufsichten teil. Stand: 2.2.2015


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