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DStV-Präsident Elster fordert Sicherung der Qualität der Steuerberatung

Arbeitsergebnisse des Workshops „Kanzleien im Dialog“ verfügbar

Arbeitsergebnisse des Workshops „Kanzleien im Dialog“ verfügbarPrima sei er gewesen, so sagten wieder viele Teilnehmer des Workshops „Kanzleien im Dialog“ auf dem diesjährigen Deutschen Steuerberatertag in Berlin. 3 1/2 Stunden lang diskutierten etwa 100 Kolleginnen und Kollegen – Start ups und alte Hasen – intensiv und kurzweilig über spezielle Fragen des Kanzleimanagements.

Unter der Leitung von DStV-Hauptgeschäftsführer RA/FAStR Prof. Dr. Axel Pestke und assistiert von dem erprobten Workshop–Team bestehend aus StB Dr. Andreas Nagel, StB Steffi Köchy-Gellfart, StB Kirsten Thrun, StB Lars Nottelmann und StB Stephan Weigelt, ging es in drei einstündigen Veranstaltungsblöcken um Selbstorganisation und Schlüsselqualifikationen, um die digitale Transformation im Kanzleialltag und um Beratungsfelder im – digitalisierungsbedingten – Wandel.

Der Workshop war als sog. World Café konzipiert. Die Teilnehmer waren an zehn Zehnertischen platziert, bei freier Platzwahl. Innerhalb jedes der drei Veranstaltungsblöcke diskutierten die Tischbesatzungen zunächst auf der Basis vom Veranstalter vorbereiteter Fragen und teilweise unterstützt vom Workshop–Team 20 Minuten lang über die einzelnen Themen. Ihre Aufgabe bestand darin, mindestens zwei Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, was zu dem jeweiligen Thema entweder unbedingt zu empfehlen sei oder wovon bei dem jeweiligen Thema unbedingt abzuwarten sei. Pro Tisch berichtete sodann ein Sprecher jeweils 2 Minuten lang über diese Handlungsempfehlungen. Anschließend wurde circa 20 Minuten lang im Plenum über die Berichte diskutiert und es wurden diesbezügliche Ergebnisse protokolliert.

Beim Thema Selbstorganisation wurden vielfältige Fragen des Zeitmanagements wie der Sinn und Unsinn von to– do–Listen, deren richtiger Einsatz und die Verknüpfung mit digitalen Hilfsmitteln erörtert. Beim Thema Schlüsselqualifikationen des Steuerberaters kamen Aspekte wie Verkaufs– und Stimmtraining, Kommunikation, Motivation sowie Verhandlungstaktik zur Sprache.

Einen zentralen Punkt der Veranstaltung bildete die Frage, wie Kanzleien auf die digitale Welt ausgerichtet werden können, d.h., welche Schritte wie gegangen werden müssen, um sie in Bezug auf die Digitalisierung zukunftsfähig zu machen. Einigkeit bestand darin, dass eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen jeglicher Digitalisierungsstrategie in der Motivation und dem Engagement der Mitarbeiter liegt. Fortbildung und ein schrittweises Vorgehen böten die besten Rahmenbedingungen entsprechender Projekte.

Die Diskussion über den Prozess der Digitalisierung ging nahtlos in einen Meinungs– und Erfahrungsaustausch über sich wandelnde Aufgaben und über ein sich wandelndes Berufsbild des Steuerberaters und seiner Mitarbeiter über. Es wurden Themenfelder ermittelt, auf denen sich der Steuerberater als Digitalisierungscoach beziehungsweise Tax Engineer seiner Mandanten betätigen kann. Hierunter fallen nach Auffassung der Workshop–Teilnehmer nicht nur etwa Beratungen über GoBD–konformes Handeln, sondern z.B. auch die Beratung bei digitalen Betriebsprüfungen, die Expertise im Zusammenhang mit Schnittstellenproblemen, die Konzeption von Umsatzsteuer-Tax –Compliance–Systemen, komplexe Steuerplanungsrechnungen sowie generell die zukünftige Besteuerung der digitalen Wirtschaft, zum Beispiel im Zusammenhang mit dem online-Handel. Ergänzt werde das Ganze durch verbesserte Möglichkeiten der betriebswirtschaftlichen Beratung von Unternehmensmandanten.

Die im Workshop zusammengetragenen Arbeitsergebnisse werden über die Steuerberatertags-App den Teilnehmern des diesjährigen Deutschen Steuerberatertages zur Verfügung gestellt. Verbandsmitglieder können sie sich auch in StBdirekt (StBdirekt Nr. 017258) herunterladen.

Stand: 16.10.2017