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DStV-Praxenvergleich – Mit weniger Aufwand zu mehr Erkenntnissen

Harald Elster bei Bundesfinanzminister Olaf Scholz

Bundesminister der Finanzen Olaf Scholz MdB (links); DStV-Präsident Harald Elster (rechts)


Am 15.8.2018 traf DStV-Präsident StB/WP Harald Elster im Gebäude des Bundesfinanzministeriums (BMF) in Berlin zu einem Gespräch mit dem Bundesminister der Finanzen Olaf Scholz MdB zusammen. An dem Gespräch nahmen auch der für Steuern zuständige Staatssekretär im BMF Dr. Rolf Bösinger und DStV-Hauptgeschäftsführer RA/FAStR Prof. Dr. Axel Pestke teil.

DStV-Präsident Elster nutzte die Gelegenheit, dem Minister einen Überblick über die gegenwärtige Situation der steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe in der Bundesrepublik zu geben und ihn über die Arbeit des Deutschen Steuerberaterverbandes und seiner Mitgliedsverbände zu informieren. Darüber hinaus wurden aktuelle Fragen des Berufs- und Steuerrechts mit dem Minister erörtert, so u.a. die Deregulierungsbestrebungen der EU-Kommission und deren Auswirkungen auf die Freien Berufe sowie die auf der Ebene der EU bereits beschlossene Anzeigepflicht für Steuergestaltungen und das vom DStV kritisch gesehene Projekt einer darüber hinausgehenden nationalen Anzeigepflicht. Auch das Anliegen der steuerberatenden Berufe, ihre Rechtsposition in Bezug auf Statusfeststellungsverfahren und Mindestlohnberatungen zu verbessern, wurde angesprochen.

Ein wesentliches Thema war das Zusammenspiel der Steuerberaterschaft mit der öffentlichen Finanzverwaltung. Hier betonte Elster die Bedeutung der Steuerberater als Organe der Steuerrechtspflege und brachte seine Überzeugung zum Ausdruck, dass die Funktionsfähigkeit der Steuerrechtspflege und der dahinter stehende Aspekt der Steuergerechtigkeit nur durch ein gutes Zusammenwirken von Steuerberatern und Finanzbehörden zu erreichen seien.

Neben aktuellen steuerpolitischen Vorhaben umfasste der Gedankenaustausch schließlich auch die Veränderungen, welche die Digitalisierung für die berufliche Tätigkeit der Steuerberater und ihrer Mitarbeiter sowie für die betreuten Mandanten mit sich bringen wird. In diesem Zusammenhang wurde auch über die zukünftige Ausgestaltung der Steuerberaterprüfung und die notwendige Modernisierung der Ausbildungsordnung für Steuerfachangestellte gesprochen. Dabei zeichnete sich deutlich ab, dass Digitalisierung und Internationalisierung nicht als Bedrohungen für die Steuerberatung zu sehen sind, sondern als Chancen zur Weiterentwicklung in einer sich verändernden Welt.

Das Gespräch war von einer sehr freundlichen und konstruktiven Atmosphäre geprägt und offenbarte ein großes Interesse des Ministers an der Arbeit und Entwicklung des steuerberatenden Berufs, wofür sich DStV-Präsident Elster herzlich bedankte.


Stand: 16.08.2018