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Von der Pflicht zur Kür: E-Rechnung mit ZUGFeRD leicht gemacht

Seit dem 25.6.2014 existiert für den Rechnungsaustausch zwischen Unternehmen, Behörden und Verbrauchern ein neues Format: ZUGFeRD 1.0 soll künftig den strukturierten Datenaustausch zwischen Rechnungsstellern und -empfängern ermöglichen. Die 1. FeRD-Konferenz am 11.9.2014 im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin sollte den interessierten Teilnehmern hierzu erste Einblicke in ein effizientes elektronisches Rechnungswesen geben und den Austausch zwischen (potenziellen) Anwendern und Experten ermöglichen.

In ihrer Eröffnungsrede begrüßte die Abteilungsleiterin für Mittelstandspolitik im BMWi, Frau Dr. Sabine Hepperle, ausdrücklich die mit dem einheitlichen Rechnungsformat möglichen Bürokratie- und Kostenentlastungen insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. Um alle Vorteile nutzen zu können, müsse jedoch auch die Digitalisierung der übrigen Papiervorgänge weiter voranschreiten. Diesbezüglich verwies Frau Dr. Hepperle insbesondere auf die positiven Entwicklungen hinsichtlich der gemeinsam durch die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) und den Deutschen Steuerberaterverband e.V. (DStV) erarbeiteten „Muster-Verfahrensdokumentation zur Digitalisierung und elektronischen Aufbewahrung von Belegen inkl. Vernichtung der Papierbelege“. Wenn die bestehenden Möglichkeiten im Bereich des ersetzenden Scannens sowie der elektronischen Rechnung die Praxis noch wirksamer erreichen, ist dies, so Dr. Hepperle weiter, ein wichtiger Beitrag in Richtung Bürokratieentlastung.

Das FeRD-Rechnungsformat entspricht – den Aussagen des Forums elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) folgend – den Anforderungen der internationalen Standardisierung und kann auch im grenzüberschreitenden europäischen und internationalen Rechnungsverkehr aufgenommen und angewendet werden. Technisch betrachtet handelt es sich um einen kombinierten Ansatz von PDF/A3 und XML. Die besonderen Nutzen sowohl aus Sicht des Rechnungserstellers als auch -empfängers sehen die Experten insbesondere darin, dass die Datei mit jedem PDF-Anzeigeprogramm originalgetreu betrachtet und ausgedruckt werden kann sowie manuelle Arbeitsschritte und damit Fehleingaben u.a. durch die automatische Übernahme in Finanzbuchhaltungs- und Zahlungssysteme entfallen.

Für den Deutschen Steuerberaterverband e.V. nahm Steuerrechtsreferentin StBin Dipl.-Hdl. Vicky Johrden an der Veranstaltung im BMWi teil.

Stand: 17.9.2014