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WPK entwirft Hilfestellung zur Prüfung von KMU

Mit Datum vom 9.3.2012 hat der Vorstand der Wirtschaftsprüferkammer (WPK) den Entwurf eines „Hinweis zur skalierten Prüfungsdurchführung auf Grundlage der ISA“ veröffentlicht. Zusammen mit der Änderung der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer/vereidigte Buchprüfer (§ 24b Abs. 1 BS WP/vBP) soll dieser nunmehr dazu beitragen, insbesondere bislang bestehende Unsicherheiten bei der Prüfung kleiner und mittelgroßer Unternehmen (KMU) zu beseitigen.

Dies gilt besonders infolge der Regelung nach § 317 Abs. 5 HGB. Demnach hat der Abschlussprüfer die internationalen Prüfungsstandards (ISA) bei Prüfungsdurchführung verpflichtend anzuwenden, sobald die ISA durch die EU-Kommission angenommen worden sind (Endorsement-Verfahren). Obgleich dieses Verfahren gegenwärtig ausgesetzt ist, ist nach Auffassung der WPK mittelfristig mit einer Annahme der ISA durch die EU-Kommission zu rechnen. Ab diesem Zeitpunkt sind die ISA für den gesamten deutschen Berufsstand bei Abschlussprüfungen nach §§ 316 ff. HGB verpflichtend anzuwenden.

Mit Erarbeitung eines Hinweispapiers auf Grundlage der ISA gibt die WPK dem Berufsstand nunmehr Anregungen und Hilfestellungen zur Prüfungsdurchführung und -dokumentation unter Berücksichtigung von Größe, Komplexität und Risiko des Mandats (skalierte Prüfungsdurchführung) an die Hand.

Der Arbeitskreis Rechnungslegung des Deutschen Steuerberaterverbands e. V. (DStV) begrüßt in seiner Stellungnahme B 01/12 vom 31.5.2012 ausdrücklich die Arbeit des Vorstands der WPK. Nach Auffassung des DStV stellt der vorbezeichnete Hinweis einen wichtigen Schritt zur Klärung bislang offener Fragestellungen des Berufsstands dar. Da ein Zeitpunkt der Annahme der ISA durch die EU-Kommission momentan nur vermutet werden kann, regt der Arbeitskreis Rechnungslegung jedoch unter anderem an, bis zur endgültigen Anwendung der ISA explizit auf die derzeit geltenden IDW-Standards zu verweisen.

Stand: 7.6.2012