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Steuerberater fordern für Europa nachhaltige Lösungen

PM 19/11 | 17.10.2011

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Der Präsident des Deutschen Steuerberaterverbandes e.V. (DStV), Hans-Christoph Seewald, hat anlässlich des 34. Deutschen Steuerberatertages in Düsseldorf nachhaltige Lösungen im Hinblick auf die massiven europäischen Finanzprobleme angemahnt. Die bisherige Strategie, die Schwierigkeiten verschiedener Staaten erst schönzureden, um später dennoch mit milliardenschweren Garantien einzuspringen, müsse daher schnellstmöglich beendet werden.

Seewald forderte angesichts der kaum noch überschaubaren Risiken für die Steuerzahler mehr Ehrlichkeit seitens der Politik. Er sprach sich dafür aus, im Falle insolventer Staaten schnell eine große Lösung anzustreben, anstelle weiterhin kostspielig auf Zeit zu spielen.

Der DStV-Präsident betonte daneben einen - oft vergessenen - Aspekt der Schuldenkrise: Da viele Staaten sich nicht mehr mit höheren Zinsen verschulden können und die Europäische Zentralbank dem mit einem beinahe Null-Zins nachkommt, bleibe langfristig der Ertrag auch privater Anlagen unverantwortlich niedrig. Die Altersvorsorge durch die Versorgungswerke und das freiwillige Ansparen für den Ruhestand würden so wirtschaftlich gefährdet. Im Extremfall drohe hierdurch Altersarmut bei den Rentnern in der Euro-Zone.

Berlin/Düsseldorf, 17. Oktober 2011

Ansprechpartner:
RA/StB Markus Deutsch
deutsch@dstv.de
+49 30 27876 520 (am 17. und 18. Oktober: 0221 5209 1775)

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