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DStV gegen "Zweiklassengesellschaft" im Berufsrecht

PM 23/11 | 17.10.2011

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„Eine umfassende steuerliche Beratung des Mandanten setzt zwingend einen ebenso umfassenden Schutz vor staatlichen Ermittlungsmaßnahmen voraus“, betont Hans-Christoph Seewald, Präsident des Deutschen Steuerberaterverbandes e.V. (DStV), vor 1.000 Teilnehmern beim 34. Deutschen Steuerberatertag in Düsseldorf. Dieses Schutzbedürfnis gelte für das Beratungsgespräch als auch für die Tätigkeit des Steuerberaters generell.

Dieses Recht galt für Steuerkanzleien jahrzehntelang als selbstverständlich, wurde jedoch in der vergangenen Legislaturperiode aufgeweicht. Nunmehr dürfen sich Steuerberater nur noch relativ sicher sein, etwa von Ermittlungsbehörden nicht abgehört zu werden. Damit verstößt der Gesetzgeber gegen die verfassungsrechtliche Gewähr, dass sich Steuerpflichtige einem Organ der Steuerrechtspflege ohne negative Konsequenzen anvertrauen können. „Dieses Dogma muss daher unverzüglich wieder rechtlich klargestellt werden“, betont Seewald.

Für Rechtsanwälte wurde dieser wichtige absolute Schutz wiederhergestellt. Insofern ist nunmehr eine Gleichbehandlung beider Berufsgruppen geboten: Zum einen hat sich der Beruf stets als zuverlässig erwiesen, für sich dieses Recht in Anspruch nehmen zu können. Daneben darf es für den Mandanten rechtlich keinen Unterschied bedeuten, ob sich von einem Rechtsanwalt oder Steuerberater steuerlich oder steuerstrafrechtlich beraten zu lassen.

Berlin/Düsseldorf, 17. Oktober 2011

Ansprechpartner:
RA/StB Markus Deutsch
deutsch@dstv.de
+49 30 27876 520 (am 17. und 18. Oktober: 0221 5209 1775)

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