02.04.2024, Kategorie Europa

Kanzleien als Wegbereiter für KMU in der digitalen und nachhaltigen Transformation

Die EFAA for SMEs hat ihr Manifest für die Europawahlen 2024 veröffentlicht. Sie betont, dass Kanzleien eine entscheidende Rolle bei der nachhaltigen und digitalen Transformation der europäischen KMU spielen können.  

Im Juni dieses Jahres finden die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Grund genug für die EFAA, ihre fünf Prioritäten für die kommende Legislaturperiode (2024-2029) zu formulieren. Ziel ist es, dem Berufsstand auch in Zukunft eine starke Stimme auf europäischer Ebene zu geben.

 

1. Bürokratieabbau für KMU: Die EFAA setzt sich dafür ein, dass in den kommenden fünf Jahren die Expertise kleiner und mittlerer Kanzleien bei der Entwicklung intelligenter Gesetzgebung nach dem Prinzip „Think Small First“ genutzt wird. In diesem Zusammenhang empfiehlt sie, in der kommenden Legislaturperiode bestehende gesetzliche Regelungen konsequent umzusetzen, bevor neue verabschiedet werden. Ziel muss es in den nächsten fünf Jahren sein, bürokratische Belastungen für KMU und kleine und mittlere Kanzleien dauerhaft abzubauen.

 

2. Besserer Austausch der EU-Institutionen mit Vertretern von KMU: Bei der Erarbeitung europäischer Richtlinien und Verordnungen müssen die Vertreter der beratenden und prüfenden Berufe verstärkt konsultiert werden. Das Potenzial der kleinen und mittleren Kanzleien, eine strategische Rolle in der europäischen Wirtschaft und Gesellschaft zu spielen, muss anerkannt werden.

 

3. Verbesserung des Finanzwissens bei KMU: KMU und kleine und mittlere Kanzleien sollen beim Aufbau und bei der Entwicklung von Know-how im Bereich Finanzen besser unterstützt werden.

 

4. Förderung der Rolle von kleinen und mittleren Kanzleien als Botschafter und Wegbereiter für den nachhaltigen Wandel von KMU: Die EFAA fordert die Schaffung von Anreizen für kleine und mittlere Kanzleien und KMU zur Einführung nachhaltiger Geschäftsmodelle, z.B. durch erleichterten Zugang zu Finanzmitteln. Darüber hinaus müssen die europäischen Entscheidungsträger sicherstellen, dass die Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung und -prüfung verhältnismäßig sind. Nur so kann der Berufsstand seiner Rolle gerecht werden.

 

5. Förderung des Verständnisses und der Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI): Zudem fordert die EFAA die Schaffung von Anreizen für kleine und mittlere Kanzleien, sich dem technologischen und kulturellen Wandel zu stellen und neue Fähigkeiten, Fertigkeiten und Denkweisen zu entwickeln, die ihnen die Anpassung an ein sich wandelndes Arbeitsumfeld erleichtern. Darüber hinaus muss sichergestellt werden, dass der Einsatz von KI durch Angehörige der beratenden und prüfenden Berufe im Einklang mit ethischen Anforderungen, einschließlich Datenschutz und Vertraulichkeit, erfolgt.

 

Die deutsche Version des EFAA-Manifests zu den Europawahlen 2024 finden Sie hier.

 


Hinterlassen Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

32 − 25 =