Zu Modernisierungsagenda und Unabhängigkeit des Berufsstands: Lüth im Gespräch mit Amthor

© DStV e.V. StB Torsten Lüth mit dem Parlamentarischen Staatssekretär des BMDS, MdB Philipp Amthor

Kurz vor dem Jahreswechsel traf sich DStV-Präsident StB Torsten Lüth mit dem Parlamentarischen Staatssekretär des BMDS, MdB Philipp Amthor. Die Themen: weiterhin hochaktuell.

Die Föderale Modernisierungsagenda und die Wahrung der Unabhängigkeit der Steuerberaterinnen und Steuerberater standen im Mittelpunkt des Austauschs im neugeschaffenen Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS).

Vielversprechende Föderale Modernisierungsagenda
Lüth begrüßte die Dynamik der neuen Bundesregierung. Er zollte Respekt dafür, dass es nach so kurzer Amtszeit gelungen ist, im Verbund mit den Ländern über 200 Maßnahmen für mehr Vertrauen in einen handlungsfähigen Staat zu entwickeln. Weniger Bürokratie, schnellere Entscheidungen, digitaler Service auf allen staatlichen Ebenen: Das müsse nun konsequent angegangen werden. Lüth wünschte Amthor viel Erfolg bei der Umsetzung.

Vereinfachung im Steuerverfahren
Der Beschluss von Bund und Ländern sieht u.a. vor, dass Daten, die der Steuerverwaltung bereits vorliegen, möglichst nicht noch einmal erklärt werden müssen. In diesem Sinne soll auch die Besteuerung der Rentnerinnen und Rentner vereinfacht werden. Amthor und Lüth waren sich einig, dass die Chancen der Digitalisierung an dieser Stelle immens sind. Amthor begrüßte den Ansatz, auch die Arbeitnehmerbesteuerung zu vereinfachen. Lüth hob in diesem Kontext das Pilotprojekt des Hessischen Finanzministers Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz „Die Steuer macht das Amt“ positiv hervor. Solch politisches Engagement brauche es, um Erfahrungen zu sammeln und neue Wege zu gehen. Dies wünsche er sich auch bei der Reform der Rentenbesteuerung hin zu einer Quellenabzugsteuer.

Neues Meldeportal für Bürokratieabbau
Für das EinfachMachen-Portal, ein neues digitales Angebot des BMDS, warb Amthor. Diese zentrale Anlaufstelle kann von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Verbänden genutzt werden, um bürokratische Hürden zu melden. Ziel ist es, Bürokratie abzubauen und die Verwaltung effizienter zu gestalten.

Unabhängigkeit des Berufsstands wahren
Lüth, der auch Präsident des Steuerberaterverbands Mecklenburg-Vorpommern ist, thematisierte den Brandbrief des Verbands zum Fremdbesitzverbot, den Amthor als MdB der CDU Mecklenburg-Vorpommern erhalten hat. Ausgangspunkt des Schreibens war der BMF-Entwurf eines Neunten Gesetzes zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes. Amthor gab als Vorsitzender der CDU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag zu verstehen, dass sie sich bereits mit der Private Equity-Thematik befasst haben. Er könne die Bedenken des Berufsstands gut nachvollziehen. Lüth dankte PStS MdB Amthor für das konstruktive Gespräch und das offene Ohr für die Anliegen der Steuerberaterinnen und Steuerberater.

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