Bundesfinanzminister Lindner empfängt DStV-Präsidenten Lüth

© MdB Christian Lindner (Bundesminister der Finanzen), StB Torsten Lüth (DStV-Präsident) // Bildnachweis: BMF; Leon Kuegeler/photothek.de

Im Gespräch mit der Spitze des BMF verdeutlichte DStV-Präsident Lüth die drängendsten Anliegen der kleinen und mittleren Kanzleien. Bundesminister Lindner würdigte die Bedeutung des Berufsstands als Lebenspartner mit hoher wirtschaftlicher Kompetenz.

 

Trotz der gegenwärtigen Herausforderungen nahmen sich Bundesfinanzminister MdB Christian Lindner und Prof. Dr. Luise Hölscher, Staatssekretärin im Bundesministerium der Finanzen (BMF), viel Zeit für die Belange der kleinen und mittleren Kanzleien.

 

© MdB Christian Lindner (Bundesminister der Finanzen), StB Torsten Lüth (DStV-Präsident) // Bildnachweis: BMF; Leon Kuegeler/photothek.de MdB Christian Lindner (Bundesminister der Finanzen), StB Torsten Lüth (DStV-Präsident) // Bildnachweis: BMF; Leon Kuegeler/photothek.de"/>


 

StB Torsten Lüth, Präsident des Deutschen Steuerberaterverbands e.V. (DStV), rief zuvorderst den Fristendruck auf die Agenda. An allen Ecken und Enden belasten Zusatzaufgaben die Praxis: Die Anträge und Schlussabrechnungen zu den Corona-Hilfen und die Grundsteuer-Feststellungserklärungen seien nur drei Beispiele – so Lüth. Insofern warb er im Kontext des im 4. Corona-Steuerhilfegesetz geplanten Fristenkonzepts u.a. für eine Verlängerung der Steuererklärungsfristen 2021 bis Ende August 2023. Lindner und Hölscher zeigten großes Verständnis für die Dringlichkeit der Anliegen.

 

© Prof. Dr. Luise Hölscher (Staatssekretärin im BMF), StB Torsten Lüth (DStV-Präsident) // Bildnachweis: BMF; Leon Kuegeler/photothek.de Prof. Dr. Luise Hölscher (Staatssekretärin im BMF), StB Torsten Lüth (DStV-Präsident) // Bildnachweis: BMF; Leon Kuegeler/photothek.de"/>


 

Außerdem erörterten die Anwesenden die Modernisierung der Betriebsprüfung und die Zinsreform. Lüth betonte, dass bei der nahenden Reform der Betriebsprüfung keine Unterscheidung zwischen kleinen und mittleren Unternehmen und großen Unternehmen erfolgen dürfe. Bei der Vollverzinsung seien ein niedrigerer Zinssatz als der Geplante und ein transparenter Anpassungsautomatismus notwendig. Lindner deutete an, dass die Zinshöhe diskutabel sei.

Der DStV wurde zudem von RAin/StBin Sylvia Mein (DStV‑Geschäftsführerin) und Daniela Ebert, LL.M. (Referatsleiterin Steuerrecht) vertreten.

 

<dstvbild bild="87626:bm-treffen-mit-dstv-3" breite="halb" ausrichtung="links" altattribut="an" bildunterschrift=""color: #808080;">BMF und DStV im Gespräch // Bildnachweis: BMF; Leon Kuegeler/photothek.de"/>

Das könnte Sie auch interessieren

  • 01.07.2026
    DStV zur Datenschnittstelle: Standard ja, aber ohne überzogene Pflichten und Sanktionen

    871 Tage nach dem ersten Entwurf hat das BMF den Verbänden eine überarbeitete Fassung der Buchführungsdatenschnittstellenverordnung (DSFinVBV) vorgelegt. Zuvor hatte es sich allein mit den Softwareanbietern beraten. Der DStV hat den neuen Entwurf geprüft. Er begrüßt praxistaugliche Standards...

    Mehr lesen
  • 26.06.2026
    DStV nimmt Stellung zum Jahressteuergesetz 2026

    Ein steuerpolitischer Entlastungs- oder Modernisierungsentwurf ist das JStG 2026 aus Sicht des DStV leider nicht. Es bleibt überwiegend bei punktuellen Anpassungen. Umso wichtiger, dass diese Einzelmaßnahmen präzise ausgestaltet werden. Der DStV hat sich den BMF-Referentenentwurf angeschaut und...

    Mehr lesen
  • 08.06.2026
    DStV für faire Fristen bei Steuererklärungen: Entlastung für Kanzleien und Verwaltung

    Der DStV macht sich gegenüber dem BMF für eine Anpassung der Abgabefristen stark: Steuerberaterinnen und Steuerberater sollen bei ihren eigenen Steuererklärungen nicht länger schlechter gestellt werden als beratene Steuerpflichtige. Wer täglich Fristen für andere im Blick behält, sollte bei...

    Mehr lesen